• Im Gesamtverein der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine haben sich die deutschen Geschichtsvereine, die Historischen Kommissionen, landes­geschichtliche Institute, Arbeitsgemeinschaften usw. zusammengeschlossen. Der Gesamtverein ist also ein Dachverband, dessen Tätigkeitsfeld sich auf die Bun­desrepublik Deutschland erstreckt.
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  • Einmal jährlich erscheint die durch den Gesamtverein herausgegebene Zeitschrift "Blätter für deutsche Landesgeschichte" mit einem Umfang von 500-600 Seiten. Neben Literaturbesprechungen und Berichten, finden sich darin Aufsätze zu landeskundlichen Themen in großer regionaler, zeitlicher, sachlicher und methodischer Breite.
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  • Über 200 Mitglieder aus ganz Deutschland haben sich im Gesamtverein zusammengeschlossen. Er wirkt als Koordinater landesgeschichtlicher Forschung und Vereinsarbeit, bildet ein Forum des fachlichen Austauschs und vertritt als Kulturlobbyist die Interessen seiner Mitglieder gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit.
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  • Alle zwei Jahre verleiht der Gesamtverein einen Forschungspreis zur Nachwuchsförderung an landeshistorische Arbeiten. Seit 2018 wird außerdem die Karl-Lamprecht-Medaille an Persönlichkeiten vergeben, die sich um den Gesamtverein und seine Zielsetzungen verdient gemacht haben. Karl Lamprecht war einer der Väter der deutschen Landesgeschichtsschreibung.
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  • Seit 1968 veranstaltet der Gesamtverein den Tag der Landesgeschichte, der sich jeweils speziellen Forschungsfragen widmet und darüber hinaus dem Erfahrungsaustausch der Landeshistoriker in den Mitgliedsvereinen und aus den Universitäten gilt.
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Hinweis zum Transparenzregister

Derzeit erreichen immer mehr historische Vereine Briefe der Bundesanzeiger Verlag GmbH mit der Aufforderung eine jährliche Gebühr für die Eintragung des Vereins im Transparenzregister zu zahlen (rückwirkend bis 2017). Gleichzeitig kursieren auch betrügerische Zahlungsaufforderungen, z.B. per E-Mail, die bitte ignoriert werden dürfen. Gemeinnützige Vereine können sich von der Gebühr befreien lassen - jedoch nicht rückwirkend.

Eine hilfreiche Übersicht bietet dieser Artikel.

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Der Historische Verein für Niedersachsen zeigt Vorträge auf eigenem YouTube-Kanal

Startseite des YouTube-Kanals

Am 31. Januar 2021 startete der Historische Verein für Niedersachsen sein neues Angebot mit einem Vortrag über die Hexenverfolgung in Niedersachsen von Dr. Nicolas Rügge. Mittlerweile sind vier weitere Bildschirmvortrage zu Themen der niedersächsischen Geschichte vom Mittelalter bis in die Gegenwart auf dem Kanal abrufbar. Historiker*innen vermitteln in reich bebilderten und allgemein verständlichen Vorträgen den aktuellen Stand der historischen Forschung zu wichtigen Themen der niedersächsischen Geschichte.

Das aus der Not geborene Vortragsangebot erfreut sich beim Publikum großer Beliebtheit und soll laufend durch weitere Bildschirmvorträge ergänzt werden.

Der Kanal ist über folgenden Link erreichbar:

https://www.youtube.com/channel/UCHoAgbkMXyLCT7cf95ZlcSw/videos

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Neue Lösung für das Archivgut der pommerschen Landeskirche

Die Bischofsvilla in der Greifswalder Petershagenallee war viele Jahre Sitz des Archivs der pommerschen Landeskirche

Das Vorhaben der Nordkirche, das nach Schwerin und Kiel verbrachte Archivgut der ehemaligen pommerschen evangelischen Landeskirche dort dauerhaft zu belassen, hat nicht nur in Vorpommern große Proteste ausgelöst. Ursprünglich wollte sich die Nordkirche mit einem Betrag von 1,1 Millionen Euro an dem Bau eines neuen Archivzentrums in Greifswald beteiligen, hat dann aber mit der Begründung schwindender Einnahmen und den finanziellen Folgen der CORONA-Krise von einem landeskirchlichen Archiv in Vorpommern Abstand genommen. Dies löste nicht nur bei Kirchen- und Landeshistorikern vor Ort große Empörung aus. Auch der Gesamtverein hat auf Anregung der Historischen Kommission für Pommern und der Gesellschaft für pommersche Geschichte und Altertumskunde, beide unsere Mitglieder, in einem Schreiben auf den Erhalt eines Kirchenarchivs in Vorpommern hingewirkt. Die zahlreichen Eingaben an die Landesbischöfin der Nordkirche hatten schließlich Erfolg.

Ende Januar 2021 verständigte sich nach langen kircheninternen Verhandlungen ein Sachverständigengremium, an dem auch Mitglieder der Historischen Kommission teilnahmen, auf einen Kompromiss. So wird sich die Nordkirche aus Kostengründen nicht mehr an dem geplanten Archivzentrum beteiligen. Stattdessen soll noch in diesem Jahr in Greifswald eine Außenstelle des landeskirchlichen Archivs eingerichtet werden. Die Bestände der Außenstelle werden nach historischen und archivarischen Kriterien ausgewählt. Genaueres steht allerdings noch nicht fest. Für die Betreuung der Außenstelle ist eine Kraft vorgesehen, die sich neben der Erschließung und Benutzerbetreuung auch um die bisher archivisch nicht versorgten Pfarrarchive kümmern soll.

Neben dem Neubau des Stadtarchivs Greifswald war die Errichtung eines weiteren Archivbaus zur Unterbringung des landeskirchlichen Archivs und den Landesarchivs Greifswald geplant.

Dennoch ist vieles derzeit noch unklar und völlig offen. Vor allem die Frage, wo die Außenstelle untergebracht werden soll, scheint noch nicht geklärt. So weist die Leiterin des Archivs der Nordkirche auf die besonderen Anforderungen an die Archivräume hin; ein geeignetes Raumklima und der Schutz vor Schädlingen sind zu gewährleisten. Insgesamt zwei Jahre haben die Archivare der Nordkirche nun Zeit, eine Konzeption der Greifswalder Außenstelle zu entwickeln und zu erproben, worauf die Pressemitteilung der Nordkirche ausdrücklich hinweist: „Die Projektstelle ist zunächst auf zwei Jahre beschränkt. Während dieser Zeit möchte die Nordkirche in verschiedenen Evaluationen herausfinden, welche Angebote für die Außenstelle Greifswald passen.“ Man darf also gespannt sein, wo und wie künftig in der Außenstelle des landeskirchlichen Archivs in Greifswald welches pommersche Archivgut der Nordkirche für die Benutzer bereitgestellt wird.

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48. Tag der Landesgeschichte

Der 48. Tag der Landesgeschichte findet auf Einladung des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde (VLGA) am 29. / 30. Oktober in Lübeck statt. Der VLGA ist im Jahr 1821 gegründet worden.

Das Vortragsprogramm ist daher den bürgerlichen (Geschichts-) Vereinen des 19. und 20. Jahrhunderts gewidmet.

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Soeben erschienen

Manfred Treml/Ernst Schütz, Geschichtsvereine, in: Felix Hinz/Andreas Körber (Hg.), Geschichtskultur – Public History – Angewandte Geschichte (utb 5464), Göttingen 2020, S. 359-374.

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Wir laden Sie herzlich ein, mit Ihrer Institution dem Gesamtverein der Deutschen Geschichts- und Altertumsvereine beizutreten.

Der Jahresbeitrag beträgt je nach Anzahl Ihrer Mitglieder zwischen 15 und 75 Euro. Ein Beitritt zum Verein ist auf dem Postweg möglich.

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